
Die Fraktionen SPD, Hauptsache Halle, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Volt / MitBürger, Die Linke sowie FDP/FREIE WÄHLER haben eine gemeinsame Resolution in den Stadtrat eingebracht. Ziel ist es, das Land Sachsen-Anhalt ab August 2028 zur dauerhaften Finanzierung der Schulsozialarbeit im Rahmen eines Landesprogramms zu verpflichten. Die Vorlage wurde zur weiteren Beratung in die Fachausschüsse verwiesen.
Eric Eigendorf, Vorsitzender der SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale): „Schulsozialarbeit ist ein fester Bestandteil unserer Bildungslandschaft. Sie bietet Kindern und Jugendlichen Unterstützung in schwierigen Situationen und entlastet zugleich Eltern sowie Lehrkräfte. Damit diese wichtige Arbeit auch nach 2028 fortgeführt werden kann, braucht es eine verlässliche Finanzierung durch das Land. Bei der Stellenzuweisung sollte zudem auf die Kompetenz der Stadtverwaltung zurückgegriffen werden.“
Andreas Wels, Vorsitzender der Fraktion Hauptsache Halle: „Aus Sicht meiner Fraktion ist Schulsozialarbeit weit mehr als eine zusätzliche Unterstützung einzelner Kinder. Sie ist ein zentraler Baustein unserer solidarischen und leistungsfähigen Gesellschaft. Deshalb ist das Land zur Finanzierung und Stärkung der wichtigen sozialen Arbeit aufgefordert. Die Investition in Schulsozialarbeit und damit in Prävention und Integration ist eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft.“
Melanie Ranft, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Schulsozialarbeit arbeitet und wirkt in zwei Richtungen: intervenierend aber auch, und das ist uns sehr wichtig, präventiv. Sie ist an unseren Schulen mittlerweile gut etabliert und nicht mehr wegzudenken. Dass das auch der Gesetzgeber so sieht, zeigt sich darin, dass die Schulsozialarbeit seit einigen Jahren mit einem eigenen Paragraphen 13a als eine Form der Jugendsozialarbeit im Achten Sozialgesetzbuch Kinder- und Jugendhilfe verankert ist. Die weitere Sicherstellung der Finanzierung ist unabdingbar für gelingende Lebens- und Bildungsbiographien junger Menschen in unserer Stadt.“
Ferdinand Raabe, Vorsitzender der Fraktion Volt / MitBürger: „Sachsen-Anhalt hat die bundesweit höchste Schulabbrecherquote und eine schlechte Unterrichtsversorgung. Gleichzeitig bangen die Schulsozialarbeitenden alle Jahre wieder um ihre wenigen Stellen. Es braucht endlich eine langfristige Absicherung, damit die engagierten Sozialarbeitenden ihre Projekte langfristig und unabhängig von unterfinanzierten Kommunalhaushalten planen können.“
Katja Müller, Vorsitzende Fraktion Die Linke: „Schulsozialarbeit muss nachhaltig als Hilfs- und Präventionsangebot an Halles Schulen praktiziert werden. Dafür brauchen die Schulen Verlässlichkeit. Was wir heute in den Schulerfolg junger Menschen investieren, wird der Gesellschaft später zu Gute kommen und Früchte tragen.“
Andreas Silbersack, Vorsitzender der Fraktion FDP/FREIE WÄHLER: „Bildungs- und Chancengerechtigkeit sind für die FDP/FREIEN WÄHLER keine Worthülsen. Für uns gilt das Prinzip: ‚Frühe Hilfe statt spätes Reparieren‘. Gerade bei Kindern und Jugendlichen in Brennpunktschulen gilt für uns eine Pflicht zur Unterstützung. Eine flächendeckende Schulsozialarbeit entlastet unsere Lehrkräfte im Alltag, damit diese sich besonders auf den Unterricht konzentrieren können.“